Die Frage „darf ich das zeigen?” wird meistens im Vorbeigehen gestellt und mit einem Ja im Vorbeigehen beantwortet. Ein halbes Jahr später weiß niemand mehr, welche Bilder gemeint waren.
Ein Klick je Bild und ein Protokoll, das die Galerie überlebt, kosten zehn Minuten und ersparen genau dieses Gespräch.
Heikel wird es selten beim Lieblingsbild. Heikel wird das Bild, das dir gefällt und deiner Kundin nicht: der Moment, in dem sie lacht und sich selbst zu weich im Gesicht findet, oder das Familienbild, auf dem die Schwiegermutter mit drauf ist. Eine Pauschalzustimmung deckt solche Bilder formal ab und lässt trotzdem ein ungutes Gefühl zurück, sobald sie auf deiner Website auftauchen.
Die Entscheidung je Bild dreht das um. Deine Kundin sieht jedes Bild, das du zeigen möchtest, und sagt zu jedem einzeln Ja oder Nein. Auch ein Nein ist eine brauchbare Auskunft, und zwar eine, die du lieber jetzt bekommst als nach dem ersten Kommentar unter deinem Beitrag.
Was bleibt, ist ein Beleg mit Vorschaubild, Entscheidung, Zeitstempel und Namen. Fragt in zwei Jahren jemand nach, öffnest du das Protokoll-PDF, auch wenn die Galerie längst abgelaufen ist. Die Nummern der freigegebenen Bilder stehen dann ebenfalls bereit, und du musst nicht in alten Nachrichten suchen, was damals gesagt wurde.